Aus Bornbusch wird Born'e'busch

Waren sprachliche Belange die Motivation für sein Tun?
Das eingeschobene 'e' hatte und hat zweifellos den Vorteil, dass sich der Name 'flüssiger' liest und der vorhergehende Buchstabe bei Aussprache des Namens deutlicher zum n wird und weniger zu einem möglichen m. Was damals wie eine Glättung sprachlicher 'Unebenheiten' wirkte, würde heute ggf. als Modernisierung der Sprache bzw. des Sprachflusses bezeichnet. Vielleicht gab es damals so etwas wie eine Reform der Sprache, einen Entwicklungsschritt, dem Gerd sich anschloß. Ob die Sprachwissenschaft darauf eine Antwort weiß?

War es ein Akt neuen Selbstbewusstseins?
Wollte sich Gerd – da er als einer der jüngeren Brüder als Erbe des Hofes ausschied – abheben, abgrenzen und dies als Haupt einer großen Familie und in seinem neuen Beruf als Gestüts-Mitarbeiter deutlich machen?

Oder wollte er ganz einfach Verwechslungen ausschließen?
Vieles ist und bleibt Spekulation, denn auch in den Folgejahren tauchen in Kirchenbüchern und sonstigen Dokumenten neben Bornebusch in gleicher Linie auch vereinzelt wieder Bornbusch auf. Hier aber kann der eingangs geschilderte Umstand des Missverstehens und von Übertragungsfehlern erneut eine Rolle spielen, nur wurde diemal aus einem ggf. genuschelten Bornebusch ein Bornbusch, der frühere Vorgang also umgekehrt.

Name

Herkunft
Das 'e'

Ort

Land+Hof
Hof+Quelle
Truhe+Trog
Bauer+Graf
Sohn+Erbe

Zeit

Geschichte
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